Immobilie Lesedauer: 4 Minuten

Kosten Notar Hauskauf

By Laura | 18. Februar 2021

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Haus gefunden, Finanzierung steht – jetzt willst du den letzten Schritt gehen, um zum Eigenheimbesitzer zu werden. Dazu musst du die Dienste eines Notars in Anspruch nehmen. Erfahre hier, wie du den richtigen Notar findest und was du alles beachten solltest.

Was ein Notar kostet und welche Leistungen du von ihm erwarten kannst

Wenn du dein Traumhaus gefunden hast, du dich mit dem Verkäufer über den Kaufpreis einig bist und die Finanzierung steht, solltest du so bald wie möglich einen Termin bei einem Notar vereinbaren. Denn in Deutschland ist vorgeschrieben, dass Immobilienkäufe und Grundstücksgeschäfte notariell beurkundet und ins Grundbuch eingetragen werden müssen. Erst wenn das geschehen ist, kannst du dir sicher sein, dass das Haus bald dir gehören wird.

 

Was macht ein Notar?

Ein Notar berät beide Vertragspartner überparteilich. Auch wenn du als Käufer einer Immobilie die Notargebühren bezahlst, verrichtet der Notar seine Dienstleistung neutral. Dabei ist er an Recht und Gesetz gebunden. So überprüft der Notar die Angaben zu dem Grundstück, die ihm vorliegen:

Ist der Verkäufer juristisch auch wirklich der Eigentümer?
Ist das Grundstück möglicherweise belastet, zum Beispiel durch eine Hypothek?

Sind diese Fakten geklärt, setzt der Notar einen rechtssicheren Kaufvertrag auf. Wichtig dabei ist, dass keine der Vertragsparteien Vorleistungen erbringen muss, ohne abgesichert zu sein. Zum Beispiel übergibt der Verkäufer die Immobilie erst dann an dich, wenn sicher ist, dass er auch den Kaufpreis von dir erhält. Du wiederum bezahlst erst dann, wenn der Eigentumsübergang juristisch vollzogen ist, dir das Haus also gehört.

Möchtest du nicht so lange warten, könntest du zum Beispiel den Kaufpreis auf ein Treuhandkonto des Notars einzahlen. Dann könnte dich der Verkäufer in das Haus einziehen lassen, bevor der Eigentumsübergang juristisch vollzogen ist.

Der Notar schickt beiden Parteien den Kaufvertrag zu, beantwortet vor dem Notartermin Fragen und nimmt bei Bedarf Änderungen vor. Während des Termins liest er den Vertrag laut vor. Auch jetzt kannst du natürlich noch Fragen stellen oder Änderungswünsche nennen. Sind beide Parteien mit dem Vertrag einverstanden, unterschreiben sie diesen. Während des gesamten Prozesses hat der Notar alle Vorschriften und Fristen im Blick. Er koordiniert mit dem Grundbuchamt die nötigen Schritte und benachrichtigt den Käufer, sobald dieser den Kaufpreis ohne Risiko bezahlen kann.

Kaufvertrag

Der Kaufvertrag liegt dir schon vor dem eigentlichen Notartermin vor. Am besten, du liest ihn dir genau durch und klärst eventuelle Fragen vorab. 

 

Wie finde ich einen Notar?

Generell gilt: Du kannst den Notar für die Beurkundung deines Hauskaufs innerhalb von Deutschland frei wählen. Es ist völlig unerheblich, wo sich das Grundstück, das veräußert wird, befindet. Allerdings darf der Notar nur innerhalb seines Amtsbezirks tätig sein. Wenn du zum Beispiel einen Notar aus Hamburg beauftragen möchtest, musst du zu diesem nach Hamburg fahren. Seit dem Jahr 2018 sind in Deutschland alle Notare freiberuflich tätig. Bis dahin waren sie in Baden-Württemberg Landesbeamte.

Über die Bundesnotarkammer kannst du einen Notar in deiner Nähe finden.

 

Was kostet ein Notar?

Es fallen bei jedem Immobilienkauf Nebenkosten an. Diese können mehr als 15% vom Kaufpreis ausmachen. Die Gebühren der Notare sind in Deutschland aber gesetzlich geregelt und überall einheitlich. Du sparst also keine Kosten, wenn du einen Notar in einem anderen Bundesland beauftragst.

Die Höhe der Gebühren hängt vom Geschäftswert ab. Beim Kauf einer Immobilie musst du mit Notargebühren in Höhe von etwa 1,5 % vom Kaufpreis rechnen. Lässt du für deine Immobilienfinanzierung eine Grundschuld eintragen, so kostet diese zusätzlich Gebühren.

Generell gilt: Die Gebühren decken das komplette Leistungspaket des Notars ab, also die Beratung, den Vertragsentwurf und die Beurkundung.

 

Was gibt es sonst noch zu beachten?

In der Terminbestätigung weist der Notar dich in der Regel darauf hin, was du beachten solltest. So musst du einen gültigen amtlichen Lichtbildausweis (Personalausweis oder Reisepass) mitbringen. Wird der Notartermin kurzfristig abgesagt, kann der Notar die Erstellung des Kaufvertrags in Rechnung stellen. Beide Vertragsparteien haften hier gesamtschuldnerisch. Das heißt, der Notar kann von jeder der beiden Parteien die Zahlung der Rechnung einfordern. Bezahlst du diese Rechnung, kannst du vom Verkäufer verlangen, dass er die Hälfte der Gebühren übernimmt.


Übrigens: Kennst du eigentlich schon unsere Checkliste Hausbesichtigung?

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