Immobilie Lesedauer: 3 Minuten

Immobilienfinanzierung berechnen

By Alena | 9. Februar 2021

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Eine Immobilienfinanzierung zu berechnen, ist gar nicht schwierig, wenn man die nötigen Daten und Informationen zur Hand hat. Am einfachsten kannst du deine monatliche Rate mit Finanzierungsrechnern im Internet ermitteln. Wir zeigen dir, wie's geht.

Wie du deine Immobilien-Finanzierung berechnest

Du hast dein Traumhaus gefunden und willst wissen, wie du den Immobilienkauf am besten finanzieren kannst? Oder du bist noch auf der Suche nach deiner Wunschimmobilie und willst vorher wissen, was du für das Haus ausgeben kannst?

Diese Tipps helfen dir dabei, deine Immobilienfinanzierung zu berechnen.

 

Wie viel Eigenkapital du für die Finanzierung einsetzen solltest

Die wenigsten Käufer können eine Immobilie komplett aus eigenen Mitteln bezahlen. Doch auch wenn man seine Immobilie mit einem Kredit finanziert, ist es sinnvoll, möglichst viel Eigenkapital einzusetzen. Denn je mehr eigene Mittel du verwendest, umso geringer ist der Anteil der Fremdfinanzierung – und damit auch dein Aufwand für Zinszahlungen. Andererseits solltest du nur so viel Eigenkapital einsetzen, dass du noch über genügend Rücklagen verfügst. Diese brauchst du vielleicht für unvorhersehbare Anschaffungen. Außerdem sollte man als Hausbesitzer immer auf mögliche Reparaturmaßnahmen oder Ersatzbeschaffungen vorbereitet sein.

Beim derzeit sehr niedrigen Zinsniveau kann der Anteil des Fremdkapitals an der Finanzierung durchaus höher sein als noch vor 30 Jahren. „Mindestens 20 % Eigenkapital“ oder „ein Drittel sollte man selbst finanzieren“ sind Ratschläge, die dir vielleicht schon zu Ohren gekommen sind. Das ist zwar von einem viel höheren Zinsniveau ausgehend, aber als Orientierungswert nicht schlecht. Grundsätzlich gilt heute die Faustregel, dass man mindestens die Immobilienkauf Nebenkosten, d.h. Notargebühren, Maklerprovision, Grunderwerbssteuer und Grundbuchkosten, aus eigenen Mitteln bezahlen können sollte. Mehr ist immer gut.

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Faustregel: Dein eingesetztes Eigenkapital sollte mindestens die Kaufnebenkosten decken.

 

Wie du die Finanzierung deiner Immobilie berechnest

Grundsätzlich ist es nicht schwer, die Finanzierungskosten einer Immobilie selbst zu berechnen. Die Kosten zusammenzuzählen, ist einfach. Diese Kosten genau zu kennen, erfordert schon etwas mehr Recherchearbeit im Vorfeld.

Folgende Posten werden addiert: Der Kaufpreis, die Kaufnebenkosten und mögliche Renovierungskosten. Von diesen ziehst du dein eingesetztes Eigenkapital und mögliche Darlehen von z.B. deinen Eltern oder anderen Verwandten ab. So erhältst du den Gesamtfinanzierungsbedarf.

Infografik_Berechnung-Gesamtfinanzierungsbedarf

So weit, so gut.

Davon ausgehend kannst du dir online Beispielrechnungen für verschiedene Laufzeiten anezigen lassen.

Am einfachsten geht das z.B. mit diesem Finanzierungsrechner.

Hier gibst du den gewünschten Darlehensbetrag, den Preis der Immobilie und deine mögliche Tilgungshöhe ein. Der Rechner greift auf tagesaktuelle Zinsentwicklungen zurück und ermittelt deine monatliche Rate. Er zeigt dir auch deine Restschuld nach Ende der Vertragslaufzeit.

Du kannst hier mit den von dir eingegebenen Werten spielen. Zum Beispiel kannst du dein Eigenkapital erhöhen, indem du einen geringeren Darlehensbetrag eingibst. Dadurch verringert sich deine monatliche Rate. Oder du änderst die Höhe des Tilgungssatzes. Je höher der Tilgungssatz, desto geringer wird die Restschuldsumme nach Ablauf der Zinsbindungsfrist. Allerdings zahlst du dann auch monatlich mehr für deinen Kredit.

 

Welche Immobilienfinanzierung du dir leisten kannst

Welche monatliche Rate du für deine Baufinanzierung aufbringen kannst, hängt von deinen Einnahmen und Ausgaben ab. Wenn du bisher zur Miete wohnst und diesen Betrag ohne Probleme bezahlen kannst, sollte eine ähnlich hohe Kreditrate für dich kein Problem darstellen. Allerdings: Falls sich dein Einkommen verringern sollte, kannst du dir eine günstigere Mietwohnung suchen, während deine Finanzierungsrate für die Vertragslaufzeit fix ist. Plane also etwas Puffer ein.

Falls es dir schwerfällt, deine Lebenshaltungskosten einzuschätzen: Experten nennen für einen Single mindestens 1.200 Euro an Lebenshaltungskosten im Monat, bei Ehepaaren mindestens 1.700 Euro. Pro Kind kommen zusätzlich mindestens 250 Euro dazu. Das sind aber nur Näherungswerte.

Besser wäre es, wenn du über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten deine Einnahmen und Ausgaben erfassen würdest. So erhältst du eine realistische Einschätzung über deine Lebenshaltungskosten.

Beachte folgendes: Auch wenn du als Hauseigentümer einen Kredit abbezahlst, solltest du immer noch in der Lage sein, Geld anzusparen. So verschaffst du dir Flexibilität bei Anschaffungen und eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit.

Tipp: Beim Abschluss eines Hypothekenkreditvertrags empfiehlt es sich, ein Sondertilgungsrecht zu vereinbaren. So kannst du außerplanmäßig dein Darlehen zurückführen, ohne Vorfälligkeitsentschädigung an deine Bank bezahlen zu müssen.


Übrigens: Kennst du eigentlich schon unsere Checkliste Hausbesichtigung?

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