Immobilie Lesedauer: 3 Minuten

Immobilienkauf Nebenkosten

By Alena | 15. Februar 2021

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Der Teufel steckt im Detail – auch beim Immobilienkauf. Denn mit diesem sind Gebühren und Nebenkosten verbunden. Wer vom Mieter zum Hausbesitzer wird, sollte auch wissen, welche laufenden Kosten nach dem Kauf auf ihn zukommen.

Mit diesen Nebenkosten musst du beim Kauf einer Immobilie rechnen

„Trautes Heim, Glück allein“, sagt der Volksmund. Doch Eigentum verpflichtet: Der Erwerb einer Immobilie ist mit Gebühren und Nebenkosten verbunden und als Hauseigentümer geht man laufende finanzielle Verpflichtungen ein. Diese sollte man kennen und in seine Finanzplanung einkalkulieren.

Hier siehst du eine erste Übersicht der anfallenden Nebenkosten und wie du sie berechnest:

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So berechnest du die Summe deiner Nebenkosten selbst. Die einzelnen Posten erklären wir dir gleich noch genauer.

 

Wer bezahlt die Maklerprovision?

Du stehst kurz davor, ein Eigenheim zu erwerben. Da solltest du wissen, dass es mit dem Kaufpreis nicht getan ist. Falls du einen Makler beauftragt hast, wird nach der Unterzeichnung des Kaufvertrags beim Notar die Maklerprovision fällig. Diese liegt in Baden-Württemberg bei 7,14 Prozent vom Kaufpreis inklusive Mehrwertsteuer. Diese wiederum liegt derzeit bei 19 Prozent. Üblicherweise teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision (also jeweils 3,57 Prozent). Seit Kurzem ist es in Deutschland außerdem Gesetz, dass der Käufer keinen höheren Anteil an der Makler-Provision bezahlen darf als der Verkäufer.

 

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Notar- und Grundbuchgebühren, sowie Grunderwerbssteuern

Der Eigentumsübergang einer Immobilie muss notariell beurkundet und in das Grundbuch eingetragen werden. Die Kosten dafür trägt der Käufer. Die Notarkosten einschließlich Grundbuchgebühren liegen bei 1 bis 1,5 Prozent vom Kaufpreis. Außerdem verdient der Staat an dem Kauf mit, und zwar in Form der Grunderwerbssteuer. Diese beträgt in Baden-Württemberg fünf Prozent vom Kaufpreis. Wer eine Immobilie mit Kredit finanziert, muss in der Regel eine Grundschuld ins Grundbuch eintragen lassen. Diese stellt für die Bank eine Sicherheit dar, falls der Kreditnehmer das Darlehen nicht zurückzahlen kann. Das Eintragen einer Grundschuld ins Grundbuch ist mit Gebühren verbunden. Diese hängen von der Höhe der Grundschuld ab.

Du kannst die Höhe deiner Nebenkosten online berechnen  zum Beispiel mit diesem Nebenkostenrechner der Volksbank eG – Die Gestalterbank.

 Notargebühren

Nebenkosten schlagen meist mehr zu Buche als angenommen, da sie sich nicht nur auf die Notarkosten und Grunderwerbssteuer beschränken.

 

Nebenkosten bei der Finanzierung

Meist sind beim Abschluss eines Kreditvertrags Bearbeitungsgebühren, gegebenenfalls auch Vermittlungsgebühren, zu bezahlen. Wenn du den Kredit nicht sofort komplett abrufst, sondern stattdessen nach und nach – zum Beispiel bei einem Neubau – fallen in der Regel Bereitstellungszinsen an. Damit entschädigst du die Bank dafür, dass sie Geld für dich auf Abruf zur Verfügung stellt. Die Bereitstellungszinsen betragen in der Regel drei Prozent im Jahr, also 0,25 Prozent im Monat.

Beachte: Wenn in deinem Darlehensvertrag kein Recht auf Sondertilgung vereinbart ist, berechnet der Kreditgeber dir eine Vorfälligkeitsentschädigung, solltest du den Kredit oder Teile davon vorzeitig zurückzahlen. Gebühren für die Bestellung einer Grundschuld fallen im Zusammenhang mit den Beurkundungskosten beim Notar und Grundbuchamt an.

 

Weitere Nebenkosten beim Hauskauf

Wenn du eine Bestandsimmobilie erwirbst, musst du diese möglicherweise sanieren. Vielleicht möchtest du das Haus auch vor dem Einzug nach deinen Vorstellungen umgestalten. Dadurch können Architektenhonorare sowie Material- und Handwerkerkosten entstehen. Plane diese in deine Finanzierung mit ein. Auch der Umzug ist ein Kostenfaktor. Hole rechtzeitig ein Angebot einer Umzugsfirma oder einer Autovermietung ein.

 

Umzug´shelfer

Auch wenn dir Freunde und Bekannte beim Umzug helfen, wirst du sehr wahrscheinlich einen Transporter oder LKW brauchen. Und denke daran: auch ein Helferfest kostet Geld.

 

Deine Nebenkosten als Eigenheimbesitzer

Als Mieter erhält man jährlich die Nebenkostenabrechnung vom Hauseigentümer. Als Eigenheimbesitzer musst du dich um alles selbst kümmern und alles selbst bezahlen. Darunter fallen die Versicherungsprämie der Gebäudeversicherung, Beiträge für andere Versicherungen wie die Grundstückseigentümer-Haftpflichtversicherung, die jährlich erhobene Grundsteuer, Strom- und Heizkosten sowie Müllgebühren und Wartungskosten für die Heizanlage. Der Schornsteinfeger sorgt regelmäßig dafür, dass Schornsteine, Abgasleitungen, Kaminöfen, Heizungs- oder Lüftungsanlagen sauber sind und einwandfrei funktionieren. Auch seine Rechnung musst du selbstverständlich begleichen. Außerdem solltest du regelmäßig einen Beitrag als Instandhaltungsrücklage zur Seite zu legen, denn an einer Immobilie fallen immer wieder Reparaturen an. Da ist es gut, wenn man für unvorhersehbare Ausgaben vorgesorgt hat.


Kennst du eigentlich schon unsere Checkliste Immobilienkauf?

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