Lesedauer: 4 Minuten Investmentfonds

Unterschied ETF und Fonds

By Laura | 8. Juni 2021

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Sparbücher und Festgeld haben angesichts historisch niedriger Zinsen ausgedient. Gerade junge Menschen können jetzt mit ETF und Fonds langfristig ein Vermögen aufbauen. Welches Investment zu dir passt, erfährst du hier.



ETF oder Fonds - welche Geldanlage ist die richtige?

Du studierst und arbeitest nebenher oder du machst gerade eine Ausbildung? Das Budget reicht dir aus, ist aber nicht üppig? Dann solltest du dir spätestens jetzt Gedanken über dein erstes Investment in Fonds oder ETFs machen. Warum? Sparbücher und Festgeld bringen praktisch keine Zinsen mehr. Lässt du dein mühsam Erspartes darauf liegen, verliert dein Guthaben langfristig sogar an Wert.

 

Der zweite Grund, warum du über Fonds und ETFs nachdenken solltest: Weil du jung bist und du damit – so formulieren es die Experten – einen langen Anlagehorizont hast. Das heißt im Klartext, dass du weniger Angst vor kurzfristigen Kursschwankungen haben musst, denn diese gleichen sich auf lange Sicht eher wieder aus.

ETFs und Fonds erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und das Netz ist plötzlich voll von Finanzexperten und Angeboten. Besonders, wenn du Anlageanfänger bist, ist es daher besonders wichtig, dir erst einmal einen Überblick zu verschaffen und herauszufinden, welche Form der Anlage zu dir passt.

 

Wir stellen dir ETFs und Fonds kurz vor und erklären dir, wie du am einfachsten loslegen kannst.

 

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Dein Erspartes bringt dir schon lange keine Zinsen mehr? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, dich mit zeitgemäßen Anlageformen auseinanderzusetzen.

Was ist ein Investmentfonds?

Ein Investmentfonds, kurz Fonds (engl. „Funds“) genannt, sammelt im Auftrag einer Investmentgesellschaft Geld von Anlegern. Der Anleger erhält dafür im Gegenzug einen Anteil des Fonds. Der bei der Investmentgesellschaft angestellte Fondsmanager investiert wiederum das eingesammelte Geld in verschiedene Aktien, Anleihen, Rohstoffe und/oder Immobilien.

 

Der Fondsmanager investiert in die Anlagen, von denen er aufgrund seiner Erfahrung eine Wertsteigerung erwartet. Das Ziel des Fondsmanagers ist immer, dass der Wert des Fonds steigt. Denn steigt der Wert des Fonds, steigt logischerweise auch der Wert deines Fondsanteils. Der große Vorteil eines Fonds: Du investierst als Kleinanleger mit einem vergleichsweise geringen Betrag bereits in ein Portfolio, also in eine Mischung aus Anlagen – und eben nie nur in eine Einzelaktie. Damit hast du schon einmal ein erheblich geringeres Kursrisiko, weil die Schwankungen einer einzelnen Aktie den Wert des Fonds nur wenig beeinflussen. Und je nachdem, wie risikoaffin du bist, kannst du mit einem aktiv gemanagten Fonds richtig gute Rendite erzielen.

 

Was ist ein ETF?

Der Begriff ETF steht für Exchange-Traded Funds und heißt übersetzt „börsengehandelter Fonds“. Auch ETFs sind Investmentfonds, aber im Deutschen spricht man von Indexfonds oder verwendet eben die Abkürzung ETF. Ein ETF funktioniert anders als ein aktiv gemanagter Investmentfonds: Er bildet nämlich einfach die Aktienliste eines bestimmten Aktienindex wie etwa den Deutschen Aktienindex (DAX) ab.

 

Der Charme eines ETFs liegt darin, dass sich seine Zusammensetzung von alleine anpasst. Schafft es ein neues Unternehmen in den DAX, investierst du mit deinem DAX-ETF automatisch auch in dieses Unternehmen. Wird ein Unternehmen (wie zuletzt etwa Wirecard) ausgelistet, enthält dein ETF auch diese Aktie künftig nicht mehr. Da die Zusammensetzung eines ETFs ohne Zutun funktioniert, nennt sich diese Form des Investierens auch passive Geldanlage.

 

Die Idee hinter einem ETF ist, dass Aktienindizes zwar kurzfristig schwanken, aber langfristig stets steigen - zumindest war das in der Vergangenheit in den meisten Fällen so. Wenn du schon mal einen Blick auf das zehn- oder 20-Jahres-Chart des DAX geworfen hast, siehst du, dass die Indexkurve im Zeitverlauf nach oben geht. Ein ständiger Kauf und Verkauf einzelner Werte, wie das Fondsmanager machen, ist demnach nicht notwendig. Ein langfristiger Vermögenszuwachs kann also auch ohne aktives Fondsmanagement gelingen. Kurzfristige Kurseinbrüche sind natürlich stets möglich, aber mit einem langen Anlagehorizont kannst du hier eher entspannt bleiben.


ETF und Fonds im Vergleich: Wer hat die bessere Performance?

Egal ob du dich für einen klassischen, aktiv gemanagten Fonds oder für ETFs entscheidest, beide Varianten haben gemeinsame Vorteile:

  • Langfristig bekommst du mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Rendite als beim Tages- und Festgeld.
  • Du investierst automatisch in mehrere Anlagen und so ist dein Risiko im Vergleich zu Einzelaktien minimiert.
  • Du kannst jederzeit Anteile kaufen und verkaufen.
  • Mit einem monatlichen Sparplan investierst du regelmäßig dieselbe Summe und profitierst so von niedrigen Durchschnittskosten (Cost-Average-Effekt).
  • Du musst einen Sparplan nur einmal aufsetzen und dich dann um nichts mehr kümmern.

 

Im Vergleich zu ETFs sind die Gebühren aktiv gemanagter Fonds höher. Logisch: Der Fondsmanager muss auch bezahlt werden. Typischerweise liegen die Ausgabeaufschläge eines aktiv gemanagten Fonds bei drei bis fünf Prozent. Dazu kommen weitere laufende Kosten in Höhe von jährlich etwa zwei Prozent. Diese Kosten muss dein Fonds natürlich erst einmal erwirtschaften, bevor du sozusagen in die Gewinnzone kommst. Dafür kann dein Fondsmanager im Vergleich zu einem ETF deutlich höhere Wertsteigerungen erzielen. Außerdem handelt der Fondsmanager immer in deinem Interesse und gibt besonders Investmentanfängern viele wertvolle Tipps. Er behält dein Depot im Auge, hat die Kurse im Blick und übernimmt (wenn von dir gewünscht) alle Abwicklungen.

 

ETFs schneiden bei den Kosten im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds günstiger ab. Es gibt keine Ausgabeaufschläge. Die laufenden Kosten liegen in der Regel zwischen 0,05 und 0,5 Prozent.

Hier siehst du nochmal die Vor- und Nachteile beider Anlageformen im Überblick:

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Beide Anlageformen erfreuen sich derzeit wachsender Beliebtheit. Welche passt besser zur dir?

 

Welche Geldanlage passt besser zu mir?

Ein ETF kann nie besser als der Index selbst abschneiden, allerdings auch nie schlechter. Falls dir ein langfristig solider Wertzuwachs entsprechend des Index reicht, sind ETFs das Richtige für dich. Falls dir die Expertise eines Fondsmanagers verbunden mit der Aussicht auf höhere Wertsteigerungen wichtig ist, dann passen aktiv gemanagte Fonds besser zu dir.

Übrigens: Du kannst ETFs und Fonds auch kombinieren. Eine spannende Möglichkeit, das beste aus beiden welten zu komibnieren, ist eine Vermögensverwaltung: Dabei lässt du dein Vermögen wie bei einem Fonds aktiv managen. Investiert wird aber nicht nur in Fonds, sondern in viele verschiedene Anlagen, darunter auch ETFs. GÜNSTIGER: Der US-amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger William Sharpe geht sogar so weit, dass er die Kosten für das entscheidende Kriterium bei der Auswahl einer Geldanlage hält.

Wenn du mehr über diese neue und bequeme Form der Geldanlage wissen möchtest, haben wir dir das Prinzip der Vermögensverwaltung hier genauer erklärt.

 

Wie investiere ich in ETFs oder Fonds?

Egal, ob du dich nun für den klassischen Fonds oder einen ETF entscheidest: Bei beiden Varianten kannst du bereits ab 25 Euro pro Monat investieren. Das funktioniert sehr einfach per Sparplan. Die verschiedenen Anbieter für Fonds und ETFs findest du online. Eins vorab: Es gibt eine riesige Auswahl an Anbietern und Varianten, lass dich im Vorfeld am besten beraten. Oft sind Depots für Studierende oder Berufseinsteiger sogar kostenlos. Ein guter Ansprechpartner für deine individuelle Investmentstrategie ist in jedem Fall dein Bank- oder Anlageberater, aber natürlich kannst du auch über einen der zahlreichen online Broker selbst loslegen. Also: Worauf wartest du noch?

 


Kennst du eigentlich schon unsere Checkliste Fondssparplan?

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