Lesedauer: 4 Minuten Investmentfonds

Geld anlegen für Anfänger: Tipps und Tricks

By Alena | 8. Juni 2021

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Basiswissen Geldanlage: Du hast dich schon öfter gefragt, wie du Ordnung in deine Finanzen bringst und dabei dein Geld möglichst gewinnbringend anlegst? Dann bist du hier genau richtig, mit diesen Tipps bist du auch als Anlage-Neuling gut aufgestellt.



Frühes Anlegen lohnt sich

Du bist jung, stehst voll im Leben und vermutlich gibt es für dich derzeit aufregendere Themen als Geldanlage. Stimmt. Doch du hast zu Beginn deines Berufslebens eine besonders wertvolle Ressource: nämlich Zeit. Und Zeit ist bekanntlich Geld. Deshalb solltest du dich spätestens jetzt mit deiner Geldanlage auseinander setzen.

Du musst nicht sofort in Aktien oder Kryptowährungen investieren oder täglich die Börsenkurse studieren. Aber es schadet nicht, wenn du dir einen groben Überblick über deine Möglichkeiten verschaffst und regelmäßig kleine Summen zurücklegst beziehungsweise investierst.

Auch mit kleinen Beträgen kannst du dir - langfristig gesehen - nämlich ein Vermögen aufbauen. Wer weiß, vielleicht möchtest du dir in ein paar Jahren einen großen Wunsch erfüllen, sei es eine Weltreise oder ein Immobilienkauf? Wir erklären dir, wie du dein Geld in verschiedenen Anlageklassen sinnvoll anlegen kannst.

 

Tagesgeld

Ein Tagesgeldkonto benötigt jeder. Hier hältst du deine Reserve für kurzfristige, unvorhersehbare Ausgaben, etwa für eine dringende Autoreparatur. Oder du parkst dort kurzfristig Geld, welches du bald für eine größere Anschaffung brauchst, beispielsweise für die Anzahlung eines neuen Autos oder Laptops. Vorteil: Das Geld liegt hier sicher und ist jederzeit abrufbar. Nachteil: Du bekommst kaum Zinsen, langfristig verliert dein Guthaben durch Inflation sogar an Wert. Ein Tagesgeldkonto eignet sich also nur für die Notfallreserve und für die kurzfristige Geldanlage.

Für Geld, das du länger als zwei oder drei Jahre anlegen möchtest, solltest du bei den derzeitig niedrigen Zinsen eine renditestärkere Geldanlage wählen. Dafür bieten sich beispielsweise ETFs oder Fonds an.

 

Aktive Geldanlage mit Fonds

Bei einem aktiv gemanagten Fonds investiert der bei einer Investmentgesellschaft wie z.B. der Union Investment angestellte Fondsmanager in einen Fonds aus verschiedenen Anlageklassen. Anlageklassen sind beispielsweise Aktien, Anleihen, Immobilien und Rohstoffe. Du kannst wiederum Anteile eines Fonds erwerben und – falls der Wert der darin enthalten Wertpapiere in der Summe steigt – von einem Vermögenszuwachs profitieren. Die Auswahl an Fonds ist schier unendlich: So gibt es Aktienfonds, die sich auf bestimmte Länder und Regionen konzentrieren, nur auf eine Anlageklasse setzen oder nur in bestimmte Branchen investieren. Es gibt sogar nachhaltige Fonds. Für dich als Einsteiger eignen sich wegen der breiten Risikostreuung vor allem Mischfonds.

Vorteil: Fonds bieten als langfristiges Investment mehr Renditechancen als etwa Tagesgeld und Festgeld. Du kannst Anteile jederzeit kaufen und wieder verkaufen. Nachteil: Aktienfonds sind immer mit einem gewissen Risiko verbunden, da die Kurse der darin enthaltenen Wertpapiere natürlich nicht nur steigen, sondern auch fallen können. Zudem ist die Geldanlage in aktiv gemanagten Fonds meist mit höheren Kosten als beispielsweise das passive Investieren in ETFs verbunden. Ein langfristig erfolgreicher Fondsmanager kann diese Kosten jedoch schnell wieder wettmachen und eine gute Rendite erzielen.

Fondsmanager

Ein Fondsmanager wählt eine passende Auswahl an Fonds aus und führt alle Transaktionen für dich aus. 

 

Passive Geldanlage mit ETF

Der Begriff ETF steht für Exchange Traded Funds und heißt übersetzt „börsengehandelte Fonds“. Im Deutschen spricht man von Indexfonds. Klingt kompliziert, ist es aber nicht: Ein Indexfonds bildet einfach die Aktienliste eines bestimmten Aktienindex wie etwa dem DAX 30 oder dem Euro Stoxx 50 ab. Er passt sich automatisch an, wenn neue Unternehmen in den jeweiligen Index aufgenommen oder ausgelistet werden. Daher nennt sich diese Form des Investierens auch passive Geldanlage. Hier gibt es also keinen Fondsmanager, der kauft oder verkauft, stattdessen orientiert sich die Zusammensetzung des Indexfonds eben am jeweiligen Index. Vorteil: Das Investieren per ETF kostet kaum Gebühren. Nachteil: Ein ETF kann nie besser als der Index selbst abschneiden. Auch ETFs unterliegen Schwankungen und unterliegen damit wie die aktiv gemanagten Fonds einem bestimmten Risiko.

Eine ausführlichere Gegenüberstellung von Fonds und ETFs findest du hier.

 

Wie kann ich Anlageformen kombinieren?

Du findest beide Anlageformen spannend? Sie zu kombinieren, kann durchaus Sinn machen. Vielleicht legst du eine größere Summe, die du angespart hast, in einem ETF an. Hier ist das Risiko gut einschätzbar und wenn du dieses Geld längere Zeit nicht brauchst, kannst du es mit einem langen Anlagehorizont anlegen. Für einen Sparplan ist ein aktiv gemanagter Fonds möglicherweise das Richtige für dich. Hier kaufst du monatlich Fondsanteile und kannst diese jederzeit wieder verkaufen. Deine Renditechancen sind dabei höher. Mit dieser Anlagestrategie hast du allerdings auch mehrere Posten, um die du dich kümmern musst, d.h. verschiedene ETFs und Fonds vergleichen, die Kurse im Augebehalten und schließlich investieren bzw. einen Fondsmanager beauftragen.

Einfacher, schneller und meist auch noch günstiger ist da eine Vermögensverwaltung. Hierbei handelt es sich um eine bequeme Form der Geldanlage, denn du musst selbst keine Anlageentscheidung treffen. Dabei beauftragst du in der Regel über deine Bank eine so genannte Kapitalverwaltungsgesellschaft damit, mit deinem Vermögen Wertpapierkäufe und -verkäufe für dich vorzunehmen. Im Vorfeld wählst du eine für dich passende Anlagestrategie. Der Vorteil: Du musst dich um nichts kümmern, die Vermögensverwalter investieren in deinem Interesse und nach den Vorgaben, die du mit der Wahl deiner Strategie anfangs festgelegt hast (z.B. nur in risikoarme Anlagen). Deine Anlagen werden ständig überwacht und angepasst. Dabei fällt an Kosten für dich nur eine Servicegebühr an, da sich beteiligte Fondsgesellschaften ihren Anteil bereits aus dem Vermögen der Fonds entnehmen.

 

Was ist ein Sparplan?

Mit einem Sparplan investierst du monatlich eine gleichbleibende Summe in einen Fonds oder ETF. Eine super Möglichkeit für Berufs- und Anlageeinsteiger. Vorteil: Du musst diesen Sparplan nur einmal aufsetzen und er läuft automatisch weiter. Genau das hat auch schon Börsenguru André Kostolany gesagt: „Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten, und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.“

Das gilt natürlich genauso für Fondssparpläne, die auch oder nur in Aktien investieren. Bei monatlich gleichbleibenden Beträgen profitierst du davon, dass du bei steigenden Kursen weniger Fondsanteile kaufst und bei niedrigen Kursen entsprechend viele Anteile. Damit senkt sich für deine Fondsanteile langfristig der Durchschnittspreis, den du bezahlt hast. Experten sprechen hier vom Cost-Average-Effekt.

Ob eine aktive oder passive Geldanlage das Richtige für dich ist, musst du selbst entscheiden oder dich beraten lassen und einfach mal ausprobieren.

Sieh dir auch unsere kostenlose Checkliste zum Sparplan an!

 

Diversifikation ist wichtig

Gerade bei der Geldanlage gilt: Nie alles auf eine Karte setzen, sondern dein Geld immer auf mehrere Anlageklassen mit verschiedenen Risikoprofilen verteilen. Im ersten Schritt kannst du ein Tagesgeldkonto eröffnen und dir eine Reserve aufbauen. Als Zweites bietet sich vielleicht ein Sparplan an. Das geht bereits ab einer Summe von 25 Euro im Monat. So sammelst du erste Erfahrungen mit verschiedenen Geldanlagen.

 


Kennst du eigentlich schon unsere Checkliste Fondssparplan?

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Wichtige Hinweise zu Risiken von Anlageprodukten:
Die hier angebotenen Informationen enthalten nur allgemeine Hinweise zu einzelnen Arten von Finanzinstrumenten und -dienstleistungen. Sie stellen die Chancen und Risiken der Anlageprodukte nicht abschließend dar und sollen eine ausführliche und umfassende Aufklärung und Beratung nicht ersetzen. Detaillierte Informationen über Anlagestrategien und einzelne Anlageprodukte einschließlich damit verbundener Risiken, Ausführungsplätze sowie Kosten und Nebenkosten stellt die Volksbank eG - Die Gestalterbank vor Umsetzung einer Anlageentscheidung im Rahmen der Beratung zur Verfügung.